Essen als Medizin​

Die besten antientzündlichen Lebensmittel

Akute Entzündungen sind eine wichtige Abwehrreaktion unseres Körpers, um Bakterien, Viren oder Pilze zu bekämpfen und eine Infektion zu verhindern. Manchmal greift das Immunsystem aber auch körpereigene Zellen an. Dann können chronische Entzündungen entstehen, die wiederum das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöhen. Doch: Mit einer antientzündlichen Ernährung kann jeder von uns das eigene Risiko für solch chronische Entzündungen senken und sie sogar positiv beeinflussen, wenn sie bereits aufgetreten sind.

Was sind chronische Entzündungen und wie wirken sie sich auf den Körper aus?

Dabei handelt es sich um langanhaltende Entzündungen im Körper, die im Gegensatz zu den meisten akuten Infektionen in der Regel nicht von alleine wieder ausheilen. Der Körper versucht am laufenden Band, die Krankheitserreger zu bekämpfen. Dabei greift er oft auch gesundes Gewebe an – das Risiko für die Entstehung unterschiedlicher Erkrankungen steigt. Dazu zählen unter anderem Rheuma, Arthritis, die chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Akne, Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis. Auch typische Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose und Diabetes mellitus Typ 2 können entstehen.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei chronischen Entzündungen?

Grundsätzlich sollten chronische Entzündungen immer durch einen Arzt behandelt werden. Zusätzlich können wir jedoch durch die Art und Weise, wie wir uns ernähren, viel dazu beitragen, die Beschwerden weiter zu lindern. Insbesondere pflanzliche Lebensmittel enthalten sehr viele wertvolle Inhaltstoffe, die gegen Entzündungen helfen – etwa sekundäre Pflanzenstoffe. Versuchen Sie viel Gemüse, Obst, Beeren und Nüssen in Ihren Speiseplan einzubauen. Bei der Auswahl gilt: Je bunter, desto besser. Auch bestimmte Gewürze wie Kurkuma, Ingwer und Chili haben aufgrund ihrer ätherischen Öle antientzündliche Effekte, ebenso wie Omega-3-Fettsäuren. Sie sind reich in pflanzlichen Ölen wie Raps-, Lein- und Walnussöl sowie Kaltwasserfischen wie Makrele enthalten. Achten Sie bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten auf Ihre Vorlieben – gerne unterstütze ich Sie dabei.

Zucker, Weizenmehlprodukte und Fleisch, insbesondere Schweinefleisch, fachen hingegen chronische Entzündungen im Körper an und sollten daher selten gegessen werden. Besteht Übergewicht, ist es zudem ratsam, abzunehmen, da gerade Bauchfett zusätzlich entzündungsfördernde Hormone produziert.

Wirkt eine antientzündliche Ernährung auch präventiv?

Ja, jeder von uns kann durch die Ernährung das Risiko senken, dass chronische Entzündungen überhaupt erst entstehen. Die oben beschriebenen Empfehlungen zur antientzündlichen Ernährung eignen sich auch prima als Präventionsmaßnahme. Wer sich zusätzlich regelmäßig bewegt, kein Alkohol trinkt, nicht raucht und auch auf ausreichend Entspannung im Alltag achtet, schafft die beste Grundlage, um Zivilisationskrankheiten wie Adipositas, Diabetes mellitus und Co. vorzubeugen.